
Die Stadt
Asien zur einen, Europa zur anderen Seite, und direkt vor mir, Istanbul!!
Istanbul, Brücke zwischen Welten und Zeiten, ist das Tor zum Orient, der Berührungspunkt der Kontinente Europa und Asien. Istanbul, das einstige mythische Konstantinopel, die Hauptstadt des Byzanthinischen Reiches, ist eine wahrhaft kosmopolitische Stadt, in der Christen, Moslems und Orthodoxe in einer lebendigen, vielfältigen und weitgehend toleranten Gesellschaft leben. Auch wenn der türkische Staat laizistisch ist, sind 97% seiner Bewohner Moslems und die Türkei hält den höchsten Anteil an Moscheen der ganzen islamischen Welt: Eine Moschee alle 350 Einwohner. Ohne Zweifel ist Istanbul eine Stadt des Gebets, beherbergt sie doch die schönsten Tempel Gläubiger aller Religionen: Außer Moscheen findet man Synagogen und katholische und orthodoxe Kirchen.
Istanbul ist ein Mosaik an miteinander über die Jahrhunderte hinweg verflochtenen Geschichten, Kulturen und Religionen. Die lärmigen Straßen der Stadt beherbergen eine Bevölkerung von 15 Millionen Menschen, die zwischen dem chaotischen Verkehr, der Intensität der Gerüche, dem Frieden der Tempel und dem Trubel der Basare überleben. Wenn die hypnotische Sonne abends rot untergeht, erlebt die Stadt ein tausendjähriges und unvergleichliches Schauspiel.
Der Bosporus, die sagenumwobene Meerenge zwischen Marmara- und Schwarzem Meer teilt Istanbul in zwei Ufer, eines auf jedem Kontinent: Europa und Asien. Das europäische Ufer wird wiederum vom Goldenen Horn, einem ins Festland hereinragenden Meeresarm, zweigeteilt. Beide Teile des Horns sind über drei Brücken verbunden, welche die Grenze zwischen dem alten und dem neuen Istanbul darstellen; es gibt 3 gut ausdifferenzierte Teile: Im Süden das ehemalige Konstantinopel, verbunden über die Galatabrücke mit der Neustadt im Norden; auf die asiatische Seite östlich des Bosporus gelangt man mit der Fähre.
Istanbul, die größte Stadt der Türkei, wurde für das Jahr 2010 von einem internationalen Komittee zur Europäischen Kulturhauptstadt gewählt – die Stadt wird sich den Titel mit Pécs (Ungarn) und Essen (Deutschland) teilen. Die Istanbuler wählten als Motto «Istanbul, Stadt der vier Elemente, Brücke zwischen Europa und dem Orient».
Geschichte
“Wenn die Erde nur ein Land hätte, wäre dessen Hauptstadt Istanbul”, so der Ausspruch von Napoleon.
Istanbul, Stadt der Erinnerung, trug als griechische Stadt und Hauptstadt von Thrakien den Namen Byzanz; als zweite Hauptstadt des Römischen Reiches, Konstantinopel; seit dem 15. Jahrhundert, Istanbul. Im Jahre 675 v.Chr. entsteht die griechische Stadt unter dem Namen von Byzanz. Im Jahre 330 erhebt Kaiser Konstantin sie zur Hauptstadt des Oströmischen Reiches und ändert ihren Namen in Konstantinopel, das zum Symbol des Christentums im Orient wird. 1453 erobern die Osmanen die Stadt und machen sie zur Hauptstadt ihres Reiches, sie geben ihr den Namen Istanbul, den sie bis zu unseren Tagen behalten wird. Hier liegt sie, auf der anatolischen Halbinsel, auch Kleinasien genannt, heute bekannt als die Türkei. Ihre privilegierte Lage machte sie zur Brücke zwischen Orient und Okzident, und im Laufe ihrer 5000jährigen Geschichte zur Wiege dutzender Zivilisationen. Ein Boden, auf dem das Alte und das Neue vereint sind, ein Land, das beeindruckende Ruinen klassischer Zivilisationen beherbergt, schön, faszinierend, vielfältig... Im Jahre 1923, mit dem Ausruf der laizistischen Republik der Türkei verliert Istanbul seinen Status als Hauptstadt an das aufstrebende Ankara.
Istanbul, eine dem Gebet gewidmete Stadt, die Gläubige aller Religionen und aller Länder in ihren prachtvollen Tempeln empfängt. Das ist Istanbul!







